Zweck und Bedeutung des Kältemitteldrucktests

Der Kältemitteldrucktest – auch als Dichtheitsprüfung bezeichnet – ist eine der wichtigsten Prüfmaßnahmen im Rahmen der Wärmepumpen-Inspektion. Er dient dem Nachweis der Integrität des Kältekreises und der frühzeitigen Erkennung von Undichtigkeiten, bevor diese zu einem vollständigen Kältemittelverlust und damit zu Anlagenausfall oder Umweltschäden führen.

Vorbereitungen vor der Druckprüfung

Vor dem Drucktest muss die Anlage ordnungsgemäß abgeschaltet und drucklos gemacht werden. Das Kältemittel sollte nicht abgelassen, sondern der Test wird idealerweise mit dem vorhandenen Kältemittel oder bei einem vollständig leeren System mit trockenem Stickstoff (N₂, 99,998% Reinheit) durchgeführt. Folgende Vorbereitungen sind notwendig:

Ablauf des Drucktests mit Stickstoff

Bei leerem Kältekreis wird folgendermaßen vorgegangen:

Bewertung des Testergebnisses

Ein temperaturkorrigierter Druckabfall von weniger als 0,1 bar innerhalb von 30 Minuten gilt in der Regel als dicht. Bei höherem Druckabfall ist das Lecksuchgerät oder die UV-Methode zur Lokalisierung der undichten Stelle einzusetzen.

Wichtige Hinweise zur Bewertung:

Drucktest am befüllten Kältekreis

Ist der Kältekreis befüllt, kann der Betriebsdruck im Stand-by-Modus (Gleichgewichtsdruck) mit dem temperaturabhängigen Gleichgewichtsdruck des verwendeten Kältemittels verglichen werden. Abweichungen nach unten deuten auf Kältemittelverlust hin und sind eine wichtige Frühwarnung für Lecks.

Dokumentation und Folgemaßnahmen

Das Ergebnis des Drucktests ist im Inspektionsprotokoll mit Datum, Uhrzeit, Start- und Enddruck sowie Umgebungstemperatur zu dokumentieren. Bei Nachweis einer Leckage sind die weiteren Schritte – Lokalisierung, Reparatur, Neubefüllung – durch einen zertifizierten Kältetechniker einzuleiten.

WP-Check-Pro

Kältemitteldrucktest: Ablauf und Bewertung | Wärmepumpen-Check vom unabhängigen Profi

Drucktest am Kältekreis der Wärmepumpe: Ablauf mit Stickstoff, Bewertungskriterien, Temperaturkorrektur und Dokumentation für die Inspektion.

Unverbindliche Vermittlungsanfrage

Wir können Ihre Anfrage an geeignete Fachbetriebe weiterleiten. Anzahl und Zeitpunkt möglicher Rückmeldungen sind nicht garantiert. Der Vertrag kommt nur mit dem gewählten Fachbetrieb zustande.

So funktioniert der Vergleich

  1. PLZ und Eckdaten eintragen - dauert weniger als drei Minuten.
  2. Wir können die vollständige Anfrage an bis zu drei geeignete Fachbetriebe weiterleiten; eine bestimmte Zahl von Rückmeldungen ist nicht zugesichert.
  3. Mögliche Rückmeldungen prüfen Sie direkt mit dem jeweiligen Fachbetrieb. Ein Vertrag entsteht nur mit dem von Ihnen gewählten Betrieb.

23 Prüfpunkte für Ihr Wärmepumpen-Angebot

WP-Check-Pro ist eine technische Zweitmeinung zu einem konkret vorliegenden Wärmepumpen-Angebot eines Fachbetriebs. Sie laden das Angebot als PDF hoch, wir prüfen 23 Schwachstellen: realistische Heizlast-Annahme nach DIN EN 12831, korrekt zur Wohnfläche skaliertes Gerät, Schallleistungspegel der Außeneinheit unter 55 Dezibel an der Grundstücksgrenze, Pufferspeichergröße, hydraulischer Abgleich als gesonderter Posten, Eintragung in die KfW-Förderliste.

Was im Befund auffällt

Aus 180 ausgewerteten Angeboten 2025 ergaben sich drei wiederkehrende Muster: Überdimensionierung um den Faktor 1,4 bei 41 Prozent der Fälle (ein 11-Kilowatt-Gerät im 7-Kilowatt-Haus taktet sich auf eine Jahresarbeitszahl von 2,7); fehlender hydraulischer Abgleich im Angebot, der später mit 850 bis 1.400 Euro nachberechnet wurde; sowie zu kleiner Pufferspeicher unter 80 Liter, was die SG-Ready-Logik praktisch wertlos macht. Der schriftliche Befundbericht umfasst rund drei Seiten.

Auftraggeber und Datenhandhabung

Betreiber ist die Science Works UG, Hannover, Gründer Sönke Wessels. Wir vermitteln nicht an konkurrierende Heizungsbauer und akzeptieren keine Empfehlungs-Honorare. Die Prüfung kostet pauschal 49 Euro. Hochgeladene Angebote werden DSGVO-konform verarbeitet, technische Personen-Bezüge werden vor Archivierung geschwärzt, die Dateien nach 12 Monaten gelöscht.

Eine ergänzende Sektion erklärt, wie die Befunde gegenüber dem ausgebenden Fachbetrieb argumentativ einsetzbar sind: Welche Prüfpunkte einen schriftlichen Nachtrag rechtfertigen, welche eine Preisanpassung erlauben, und in welchen Fällen ein Anbieterwechsel die wirtschaftlichere Reaktion bleibt.