Erdwärmesonden als dauerhafte Wärmequelle

Erdwärmesonden (EWS) sind vertikale Bohrungen mit eingebetteten U-Rohren oder Doppel-U-Rohren, durch die Soleflüssigkeit zirkuliert und dem Erdreich Wärme entzieht. Sonden reichen typischerweise 80–200 m in die Tiefe und sind auf eine Lebensdauer von 50 Jahren und mehr ausgelegt. Da sie vollständig im Boden liegen, sind direkte Sichtprüfungen nicht möglich – ihre Integrität muss durch indirekte Messmethoden bewertet werden.

Drucktest der Erdwärmesonde

Der wichtigste Integritätstest der Erdwärmesonde ist der Druckhalttest:

Ein Druckabfall von mehr als 0,2 bar in 30 Minuten deutet auf eine Leckage hin. Bei Neuinstallationen ist ein Drucktest vor Inbetriebnahme und nach Verfüllung der Bohrung gesetzlich vorgeschrieben.

Thermischer Response Test (TRT)

Der Thermische Response Test ist ein aufwendiges Verfahren zur Bestimmung der effektiven Erdwärmeleitfähigkeit und des Bohrlochwärmwiderstands. Er wird in der Regel nur bei der Erstinbetriebnahme oder bei Verdacht auf Leistungsdegradation durchgeführt. Dabei wird der Sonde über mehrere Tage eine konstante Heizleistung zugeführt und die Temperaturentwicklung ausgewertet.

Langzeitmonitoring der Sondenleistung

Im Rahmen der Jahresinspektion wird die Quelleintrittstemperatur der Sonde dokumentiert und mit dem Vorjahreswert verglichen. Eine langfristig sinkende Quelleintrittstemperatur kann auf eine thermische Überlastung des Erdreichs (mangelnde Regeneration) hinweisen. Dies tritt auf, wenn die entzogene Wärmemenge dauerhaft die natürliche Regenerationskapazität des Bodens übersteigt.

Korrosionsschutz und Materialprüfung

Die Sonden-Rohre aus PE-HD (Polyethylen hoher Dichte) sind sehr korrosionsbeständig, können aber durch mechanische Beanspruchung während der Bohrung oder durch aggressive Bodenwässer beschädigt werden. Anzeichen für eine materielle Schädigung:

Behördliche und rechtliche Aspekte

Die Errichtung und der Betrieb von Erdwärmesonden sind in Deutschland wasserrechtlich genehmigungspflichtig (Wasserhaushaltsgesetz, WHG). Im Inspektionsprotokoll sollte die Vorlage der behördlichen Genehmigung sowie der Bohrprotokolle dokumentiert sein. Bei einer Leckage ist unverzüglich die zuständige Untere Wasserbehörde zu informieren.

WP-Check-Pro

Erdwärmesonde: Integrität und Langzeitprüfung | Wärmepumpen-Check vom unabhängigen Profi

Erdwärmesonden-Integritätsprüfung: Druckhalttest, thermischer Response Test, Langzeitmonitoring und wasserrechtliche Anforderungen erklärt.

Unverbindliche Vermittlungsanfrage

Wir können Ihre Anfrage an geeignete Fachbetriebe weiterleiten. Anzahl und Zeitpunkt möglicher Rückmeldungen sind nicht garantiert. Der Vertrag kommt nur mit dem gewählten Fachbetrieb zustande.

So funktioniert der Vergleich

  1. PLZ und Eckdaten eintragen - dauert weniger als drei Minuten.
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  3. Mögliche Rückmeldungen prüfen Sie direkt mit dem jeweiligen Fachbetrieb. Ein Vertrag entsteht nur mit dem von Ihnen gewählten Betrieb.

23 Prüfpunkte für Ihr Wärmepumpen-Angebot

WP-Check-Pro ist eine technische Zweitmeinung zu einem konkret vorliegenden Wärmepumpen-Angebot eines Fachbetriebs. Sie laden das Angebot als PDF hoch, wir prüfen 23 Schwachstellen: realistische Heizlast-Annahme nach DIN EN 12831, korrekt zur Wohnfläche skaliertes Gerät, Schallleistungspegel der Außeneinheit unter 55 Dezibel an der Grundstücksgrenze, Pufferspeichergröße, hydraulischer Abgleich als gesonderter Posten, Eintragung in die KfW-Förderliste.

Was im Befund auffällt

Aus 180 ausgewerteten Angeboten 2025 ergaben sich drei wiederkehrende Muster: Überdimensionierung um den Faktor 1,4 bei 41 Prozent der Fälle (ein 11-Kilowatt-Gerät im 7-Kilowatt-Haus taktet sich auf eine Jahresarbeitszahl von 2,7); fehlender hydraulischer Abgleich im Angebot, der später mit 850 bis 1.400 Euro nachberechnet wurde; sowie zu kleiner Pufferspeicher unter 80 Liter, was die SG-Ready-Logik praktisch wertlos macht. Der schriftliche Befundbericht umfasst rund drei Seiten.

Auftraggeber und Datenhandhabung

Betreiber ist die Science Works UG, Hannover, Gründer Sönke Wessels. Wir vermitteln nicht an konkurrierende Heizungsbauer und akzeptieren keine Empfehlungs-Honorare. Die Prüfung kostet pauschal 49 Euro. Hochgeladene Angebote werden DSGVO-konform verarbeitet, technische Personen-Bezüge werden vor Archivierung geschwärzt, die Dateien nach 12 Monaten gelöscht.

Eine ergänzende Sektion erklärt, wie die Befunde gegenüber dem ausgebenden Fachbetrieb argumentativ einsetzbar sind: Welche Prüfpunkte einen schriftlichen Nachtrag rechtfertigen, welche eine Preisanpassung erlauben, und in welchen Fällen ein Anbieterwechsel die wirtschaftlichere Reaktion bleibt.