Was ist der COP und warum wird er gemessen?

Der COP (Coefficient of Performance) ist die wichtigste Kennzahl zur Bewertung der Effizienz einer Wärmepumpe. Er beschreibt das Verhältnis von abgegebener Wärmeleistung zur aufgenommenen elektrischen Leistung. Ein COP von 3,5 bedeutet, dass die Anlage für 1 kWh Strom 3,5 kWh Wärme erzeugt.

Die COP-Messung im Rahmen einer Inspektion dient dazu, die tatsächliche Betriebseffizienz mit dem Auslegungswert und dem Vorjahreswert zu vergleichen. Eine Abweichung kann auf Verschleiß, Verschmutzung oder einen Defekt hinweisen.

Voraussetzungen für eine valide COP-Messung

Damit die COP-Messung aussagekräftige Ergebnisse liefert, müssen definierte Messbedingungen eingehalten werden:

Messpunkte und Messtechnik

Für eine COP-Messung werden folgende Messpunkte benötigt:

COP-Berechnung Schritt für Schritt

Die thermische Leistung ergibt sich aus folgender Formel:

Q_th = ṁ × c_p × ΔT

Dabei ist ṁ der Massenstrom in kg/s, c_p die spezifische Wärmekapazität des Wärmeträgers (für Wasser: 4186 J/kg·K) und ΔT die Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf und Rücklauf in Kelvin.

Der COP ergibt sich dann als:

COP = Q_th / P_el

Ein Beispiel: Bei ΔT = 5 K, Volumenstrom 1000 l/h und elektrischer Leistung 2 kW ergibt sich eine thermische Leistung von ca. 5,8 kW und ein COP von 2,9.

Bewertung des gemessenen COP

Der gemessene COP wird mit dem vom Hersteller angegebenen Nenn-COP unter vergleichbaren Normbedingungen verglichen. Typische Normprüfpunkte sind A7/W35 (Luftwärmepumpe) oder B0/W35 (Solewärmepumpe). Eine Abweichung von mehr als 15 % gegenüber dem Herstellerwert oder dem Vorjahreswert ist als kritisch zu bewerten und erfordert eine vertiefte Diagnose.

Bedeutung des SCOP im Jahresbetrieb

Während der COP eine Momentaufnahme darstellt, beschreibt der SCOP (Seasonal Coefficient of Performance) die durchschnittliche Jahreseffizienz unter realen Klimabedingungen. Der SCOP wird aus dem Quotienten der Jahresheizenergie und dem Jahresstrombedarf berechnet und ist die maßgebliche Kennzahl für die energetische Bewertung der Anlage über den gesamten Heizzeitraum.

WP-Check-Pro

COP-Messung bei der Wärmepumpe: So wird's gemacht | Wärmepumpen-Check vom unabhängigen Profi

Wie wird der COP einer Wärmepumpe gemessen? Messpunkte, Bedingungen, Berechnungsformel und Bewertungskriterien für Inspektionsprofis.

Unverbindliche Vermittlungsanfrage

Wir können Ihre Anfrage an geeignete Fachbetriebe weiterleiten. Anzahl und Zeitpunkt möglicher Rückmeldungen sind nicht garantiert. Der Vertrag kommt nur mit dem gewählten Fachbetrieb zustande.

So funktioniert der Vergleich

  1. PLZ und Eckdaten eintragen - dauert weniger als drei Minuten.
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23 Prüfpunkte für Ihr Wärmepumpen-Angebot

WP-Check-Pro ist eine technische Zweitmeinung zu einem konkret vorliegenden Wärmepumpen-Angebot eines Fachbetriebs. Sie laden das Angebot als PDF hoch, wir prüfen 23 Schwachstellen: realistische Heizlast-Annahme nach DIN EN 12831, korrekt zur Wohnfläche skaliertes Gerät, Schallleistungspegel der Außeneinheit unter 55 Dezibel an der Grundstücksgrenze, Pufferspeichergröße, hydraulischer Abgleich als gesonderter Posten, Eintragung in die KfW-Förderliste.

Was im Befund auffällt

Aus 180 ausgewerteten Angeboten 2025 ergaben sich drei wiederkehrende Muster: Überdimensionierung um den Faktor 1,4 bei 41 Prozent der Fälle (ein 11-Kilowatt-Gerät im 7-Kilowatt-Haus taktet sich auf eine Jahresarbeitszahl von 2,7); fehlender hydraulischer Abgleich im Angebot, der später mit 850 bis 1.400 Euro nachberechnet wurde; sowie zu kleiner Pufferspeicher unter 80 Liter, was die SG-Ready-Logik praktisch wertlos macht. Der schriftliche Befundbericht umfasst rund drei Seiten.

Auftraggeber und Datenhandhabung

Betreiber ist die Science Works UG, Hannover, Gründer Sönke Wessels. Wir vermitteln nicht an konkurrierende Heizungsbauer und akzeptieren keine Empfehlungs-Honorare. Die Prüfung kostet pauschal 49 Euro. Hochgeladene Angebote werden DSGVO-konform verarbeitet, technische Personen-Bezüge werden vor Archivierung geschwärzt, die Dateien nach 12 Monaten gelöscht.

Eine ergänzende Sektion erklärt, wie die Befunde gegenüber dem ausgebenden Fachbetrieb argumentativ einsetzbar sind: Welche Prüfpunkte einen schriftlichen Nachtrag rechtfertigen, welche eine Preisanpassung erlauben, und in welchen Fällen ein Anbieterwechsel die wirtschaftlichere Reaktion bleibt.