Stand: 8. Juli 2026. Heute hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags die neuen, gekürzten Bedingungen der Heizungsförderung (Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen, BEG EM; KfW-Zuschuss Nr. 458) beschlossen. Für Eigentümer, die eine Wärmepumpe planen, entscheidet sich jetzt in wenigen Tagen, ob sie noch die alten, höheren Fördersätze erhalten. Dieser Ratgeber erklärt die Fristen, die wichtigsten Kürzungen und worauf Sie in Ihrem Wärmepumpen-Angebot vor dem Stichtag achten sollten.

Die Zeitleiste: Nur noch wenige Tage für die alten Konditionen

Der Übergang zu den neuen Regeln folgt einem engen Zeitplan. Wer die bisherigen Konditionen sichern will, muss die einzelnen Termine kennen:

Entscheidend ist: Wer bereits eine Bestätigung zum Antrag (BzA) besitzt, sollte den Förderantrag schnellstmöglich – noch vor der Portal-Abschaltung – über das KfW-Portal stellen, um sich die bisherigen Sätze zu sichern.

Das wird ab dem 21. Juli 2026 gekürzt

Die neuen Bedingungen verschlechtern die Förderung an mehreren Stellen. Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

Zur vorsichtigen Einordnung: Nach ersten Berechnungen zum Beschluss sinkt der maximale Zuschuss für höhere Einkommen (Haushaltseinkommen über 50.000 Euro) auf rund 46 % statt bisher rund 55 %. Geringverdiener (bis 30.000 Euro) können künftig bis zu 80 % erhalten (bisher maximal 70 %).

Altes und neues System im Vergleich

Bestandteil Bisher (bis 20. Juli 2026) Neu (ab 21. Juli 2026)
Förderfähige Höchstkosten 30.000 Euro 28.000 Euro, danach halbjährlich minus 750 Euro
Effizienzbonus Wärmepumpe 5 % entfällt
Klimageschwindigkeitsbonus 20 % halbjährlich minus 4 Prozentpunkte
Grundförderung 30 % unverändert

Bestandsschutz: Bewilligte Anträge behalten die alten Sätze

Wichtig für die Planung: Bereits bewilligte Anträge bleiben unberührt. Liegt ein Zuwendungs- beziehungsweise Förderbescheid vor, gelten die bisherigen, besseren Konditionen – auch wenn der Heizungstausch noch nicht erfolgt ist. Entscheidend ist der bewilligte Bescheid, nicht das Datum des Einbaus. Wer den Antrag rechtzeitig stellt und bewilligt bekommt, sichert sich damit die Förderung nach dem alten Stand.

Worauf Sie jetzt im Wärmepumpen-Angebot achten müssen

Gerade in diesen Tagen kommt es darauf an, dass Ihr Angebot und der Förderweg zusammenpassen. Ein Angebot ist nur dann belastbar, wenn die Förderung realistisch abgebildet ist und die Fristen eingehalten werden. Nutzen Sie die folgende Kurz-Checkliste:

Beispiel (hypothetisch, runde Zahlen): Kostet eine Wärmepumpe 30.000 Euro und werden 55 % gefördert, beträgt der Zuschuss 16.500 Euro und der Eigenanteil 13.500 Euro. Fällt derselbe Fall nach dem 21. Juli unter einen niedrigeren Satz von 46 % bei 28.000 Euro förderfähigen Kosten, sinkt der Zuschuss auf 12.880 Euro. Die genauen Werte hängen von Ihrer individuellen Situation ab; dieses Beispiel dient nur der Veranschaulichung.

Handlungsempfehlung

Wer den Heizungstausch plant, sollte jetzt mit Fachbetrieb und Energieberater die nötigen Schritte anstoßen. Liegt bereits eine BzA vor, gehört der Antrag ohne Verzögerung ins KfW-Portal – vor dem 9. Juli. Ab dem 21. Juli gelten die gekürzten Sätze, die zudem halbjährlich weiter sinken. Es lohnt sich, das eigene Angebot ruhig, aber zügig zu prüfen, damit die Förderung nicht durch eine verpasste Frist oder eine unrealistische Kalkulation verloren geht.

Angebot unabhängig prüfen lassen

Ein Wärmepumpen-Angebot ist eine große Investition, und die aktuellen Fristen erhöhen den Zeitdruck zusätzlich. Bevor Sie unterschreiben, kann es sich lohnen, Ihr Angebot vor dem Stichtag unabhängig prüfen zu lassen – auf realistische Förderannahmen, korrekte Fristen und einen nachvollziehbaren Eigenanteil. So treffen Sie Ihre Entscheidung auf einer sachlichen Grundlage, statt nur unter Zeitdruck.

WP-Check-Pro

KfW-Förderstopp 2026: Angebot vor dem Stichtag prüfen | Wärmepumpen-Check vom unabhängigen Profi

Stand 8. Juli 2026: Die KfW-Heizungsförderung wird gekürzt, das Portal schließt vom 9. bis 20. Juli. Ab 21. Juli gelten schlechtere Sätze. Erfahren Sie…

Unverbindliche Vermittlungsanfrage

Wir können Ihre Anfrage an geeignete Fachbetriebe weiterleiten. Anzahl und Zeitpunkt möglicher Rückmeldungen sind nicht garantiert. Der Vertrag kommt nur mit dem gewählten Fachbetrieb zustande.

So funktioniert der Vergleich

  1. PLZ und Eckdaten eintragen - dauert weniger als drei Minuten.
  2. Wir können die vollständige Anfrage an bis zu drei geeignete Fachbetriebe weiterleiten; eine bestimmte Zahl von Rückmeldungen ist nicht zugesichert.
  3. Mögliche Rückmeldungen prüfen Sie direkt mit dem jeweiligen Fachbetrieb. Ein Vertrag entsteht nur mit dem von Ihnen gewählten Betrieb.

23 Prüfpunkte für Ihr Wärmepumpen-Angebot

WP-Check-Pro ist eine technische Zweitmeinung zu einem konkret vorliegenden Wärmepumpen-Angebot eines Fachbetriebs. Sie laden das Angebot als PDF hoch, wir prüfen 23 Schwachstellen: realistische Heizlast-Annahme nach DIN EN 12831, korrekt zur Wohnfläche skaliertes Gerät, Schallleistungspegel der Außeneinheit unter 55 Dezibel an der Grundstücksgrenze, Pufferspeichergröße, hydraulischer Abgleich als gesonderter Posten, Eintragung in die KfW-Förderliste.

Was im Befund auffällt

Aus 180 ausgewerteten Angeboten 2025 ergaben sich drei wiederkehrende Muster: Überdimensionierung um den Faktor 1,4 bei 41 Prozent der Fälle (ein 11-Kilowatt-Gerät im 7-Kilowatt-Haus taktet sich auf eine Jahresarbeitszahl von 2,7); fehlender hydraulischer Abgleich im Angebot, der später mit 850 bis 1.400 Euro nachberechnet wurde; sowie zu kleiner Pufferspeicher unter 80 Liter, was die SG-Ready-Logik praktisch wertlos macht. Der schriftliche Befundbericht umfasst rund drei Seiten.

Auftraggeber und Datenhandhabung

Betreiber ist die Science Works UG, Hannover, Gründer Sönke Wessels. Wir vermitteln nicht an konkurrierende Heizungsbauer und akzeptieren keine Empfehlungs-Honorare. Die Prüfung kostet pauschal 49 Euro. Hochgeladene Angebote werden DSGVO-konform verarbeitet, technische Personen-Bezüge werden vor Archivierung geschwärzt, die Dateien nach 12 Monaten gelöscht.

Eine ergänzende Sektion erklärt, wie die Befunde gegenüber dem ausgebenden Fachbetrieb argumentativ einsetzbar sind: Welche Prüfpunkte einen schriftlichen Nachtrag rechtfertigen, welche eine Preisanpassung erlauben, und in welchen Fällen ein Anbieterwechsel die wirtschaftlichere Reaktion bleibt.